Der Ton macht die Musik!

Der Ton macht die Musik!

20. August 2018 Marketing Technik & Produktion 0

 

Musik ist ein Schlüsselfaktor in Videos und die wenigsten Ersteller von Videoinhalten verzichten mittlerweile auf diesen. Der richtige Song zum richtigen Moment kann deine User aufputschen, traurig stimmen, motivieren, inspirieren und vieles mehr. Wenn du weißt, wie du dieses wichtige Instrument richtig einsetzt, kannst du die Wirkung deines Videos wesentlich erhöhen.

Wenn du planst, dein Video mit Musik zu kombinieren, die perfekt zu deinen Inhalten passt und die User in den Bann zieht, bist du bei diesem Blogbeitrag richtig. Im folgenden Beitrag zeigen wir dir, wie du Musik für deine Videos findest und die wesentlichen Punkte, auf die du bei der Trackauswahl achten musst.

Ein Tipp, bevor es losgeht: Bearbeite und schneide dein Video vorab. Erst wenn das Video steht, solltest du mit dem Musikmatch beginnen.

 

Definiere die Grundstimmung deines Videos

Bei der Suche des richtigen Tracks ist zuallererst die Stimmung zu beachten. Musik ist getragen von Gefühlen. Diese Emotionen sollen geweckt und zum richtigen Zeitpunkt im Video herausgebracht werden. Steuere gezielt, was dein Zuseher fühlen soll, wenn er dein Video ansieht. In vielen Fällen ist die Musik mächtiger als das Gesagte oder das Gezeigte, weil es deinem Viewer ein klares Verständnis darüber gibt, was er/sie fühlen soll. Die Kunst ist es, den richtigen Track zum richtigen Moment einzusetzen, um die gewünschte Emotion zu erzielen und den Werbeerfolg (Image, Bekanntheit, Branding, Kaufanregung…) maßgeblich zu steigern.[i]

 

Definiere die passende Musik zu deiner Video-Stimmung

Wenn du eine Stimmung festgelegt hast, gilt es, den richtigen Track zu finden. Überlege dir, welche Instrumente oder Arten von Musik in der Lage sind, die gewünschte Stimmung zu transportieren.

Beachte die Geschwindigkeit der gewünschten Musik. Hier ein paar Beispiele:

  • Wenn du schnelle Schnitte hast und ein Video voll Action, dann ist möglicherweise ein Upbeat mit schnellen Takten passend.
  • Soll dein Video langsam und emotional geprägt sein, dann ist ein langsamerer Track zu wählen.
  • Wenn du eine Story baust, die in der Spannung ansteigt, kannst du eine Musik wählen, die langsam beginnt und dann die Spannung und Emotionen durch steigende Geschwindigkeit aufbaut.[ii] Ideen, wie du eine Story spannend aufbauen kannst, findest du in unserem Beitrag „Storytelling im Videomarketing“.

Sei dir auch der Rolle bewusst, die die Musik in deinem Video spielen soll. Wenn du Musik rein für den Hintergrund benötigst, dann wähle Instrumental-Musik. Denn Gesang oder Texte lenken in den meisten Fällen zu stark von deinen eigenen Texten und Videoinhalten ab.[iii]

Bei manchen Szenenwechseln oder Twist-Points in der Handlung bieten sich gute Momente, auch die Musik entsprechend zu ändern. Beachte jedoch, dass die Anzahl der Tracks und die Häufigkeit des Wechsels nicht Überhand nehmen und gut abgestimmt sind.

 

Suche und finde den richtigen Track

Von Gratis-Musik zu sehr teuren Tracks gibt es eine große Bandbreite. Die Gratis-Titel haben jedoch oftmals den Nachteil, dass sehr viele davon Gebrauch machen. Deine Inhalte laufen somit Gefahr, in einer Einheitssuppe unterzugehen. Je nach Stellenwert des Videos zahlt es sich hier dann doch aus, Geld in die Hand zu nehmen und in einen weniger häufig verwendeten Track zu investieren.[iv]

Die meisten Plattformen wie beispielsweise YouTube Audio Library, Soundcloud, Art List, Epidemic Sound oder Premium Beat kategorisieren bereits nach der gewünschten Stimmung, die der Track übermitteln soll. Sie sind sogar soweit auf die Videoproduktion zugeschnitten, dass man in weiterer Folge das Tempo wählen kann. Ab dann ist es eine Frage des Ausprobierens. Hör dich durch die Songs und sieh dir an, was zu deinem Video am besten passt. Eine bewährte Methode, wie du dies testen kannst, ist den Song abzuspielen und parallel dein Video laufen zu lassen.

Kenne die rechtliche Grundlage

Achtung: Wenn du den perfekten Track für dein Video gefunden hast, achte darauf, dass du bei der Verwendung alle rechtlichen Bestimmungen einhältst. Bei Musikstücken werden unter Umständen GEMA-Beiträge fällig. Es empfiehlt sich, GEMA-freie Musik zu verwenden.[v] Ansonsten hast du im Nachgang ungewollte Probleme. Manche Lizenzen haben zudem Regulierungen bezüglich der Anzahl der Views, bei anderen darfst du die Tracks unter keinen Umständen abändern (Bsp.: Keine Loops). Einen Auszug daraus, was du bei Musikrechten zu beachten hast, findest du in unserem Beitrag „Recht im Videomarketing Teil 1: So bleibst du auf der sicheren Seite“.

 

Fazit:

Musik ist ein wichtiger Träger von Emotionen. Wenn du weißt, wie du dieses Instrument richtig einsetzt, kannst du deinen Erfolg wesentlich steigern. Nach Abschluss der Videoproduktion solltest du dir überlegen, welche Emotionen du transportieren möchtest, um den Effekt des Videos zu verstärken, und welche Rolle die Musik hierbei einnehmen soll. Zahlreiche Plattformen helfen dir dabei, nach Stimmung und Geschwindigkeit die richtigen Tracks zu finden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind hierbei immer im Auge zu behalten. Wenn du einen Input hast oder deine Lieblings-Musikplattformen mit uns teilen möchtest, freuen wir uns über einen Kommentar!

 

Quellen:

[i] Lavigne, Chris und Mills, Dan (2014): “Choosing Music for Your Video”; https://wistia.com/learn/production/choosing-music-for-your-video [Stand: 30. August 2018]

[ii] Brown, Justin (2018): “How to Find Music for Videos (Choosing the RIGHT Music!)”; https://www.youtube.com/watch?v=6orBjkeJHX4 [Stand: 2. September 2018]

[iii] Johnson, Oliver (2017): “How to Choose the Best Music for Your Video Marketing Projects”; https://www.vidyard.com/blog/choosing-music-for-video-content/ [Stand:29. September 2018]

[iv] Brown, Justin (2018): “Video Background Music: Best Royalty Free Music Sites!”; https://www.youtube.com/watch?v=6orBjkeJHX4 [Stand: 2. September 2018]

[v] Technische Universität Dresden, Medienzentrum (o.A.): „Film- und Videoproduktionen“; https://tu-dresden.de/mz/ressourcen/dateien/services/videoproduktion/Leitfaden-Videoproduktion_Broschuere_final.pdf?lang=de [Stand: 4. September 2018]

 

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