Mensch Maschine Interaktion

Autonomes Fahren – Ist „Selberfahren“ bald Geschichte?

Firmen wie Tesla zeigen alteingesessenen Automobilkonzernen was technisch möglich ist und setzen neue Impulse in der Industrie.

Tesla zum Beispiel zeigt mit seiner Gigafactory die 2020 fertiggestellt sein soll, wo die Reise hin gehen könnte.

 

Tesla, Gigafactory
Quelle electrec.co

 

Laut Elon Musk dem Gründer von Tesla und weiteren Tech-Startups wie SpaceX, kann die Fabrik am ende bis zu 500.000 Tesla Modelle pro Jahr mit Energie versorgen. Natürlich nachhaltig produziert.
Eckdaten

  • 176.000 Quadratmeter über mehrere Etagen
  • 6500 Arbeitsplätze
  • Solar Dach
  • 30% geringere Energiekosten
  • 35 Gigawattstunden Jahresproduktion (das ist mehr als der aktuelle weltmarkt produziert)

 

 

Gigafactory Tesla
Quelle tesla.com

 

Just Fun – No Risk ?

Leider nein. Bis unsere Städte sich von der guten alten drei Farbigen Lichtorgel namens Ampel verabschieden können, werden sicher noch einige Jahre ins Land ziehen. Vielleicht Jahrzehnte.
Denn zum einen braucht es Zeit, bis auch wirklich jeder und ich meine JEDER ein solches Auto fahren kann und zum Anderen ist die Technik alles andere als Fehlerfrei.
Immer wieder sorgen Fehlfunktionen der Sensoren für brenzliche Situationen. Manchmal sogar Unfälle. Selbst vergleichsweise einfache Systeme wie Notbremsassistenzen oder Park Distance Control sind keine Allheilmittel.

Wie die Systeme von Tesla arbeiten sieht man in diesem Video der Firma Tesla Inc.

Was leisten die Systeme in Deutschland aktuell ?

Neben den technischen Möglichkeiten gibt es natürlich auch noch die geltenden Ländergesetze. Wie sich die momentane Situation in Deutschland darstellt zeigt anschaulich Alexi Bexi in diesem Video. Allein das permanente berühren des Lenkrades unterscheidet die Funktionalität hier zu Lande von der Drivingexperience in den USA.

 

Quelle youtube.com

Im Prinzip ein fahrender Computer – Hackeralarm ?

Hacker sind mittlerweile in der Lage sich tief in unsere alltäglichen Spielzeuge und Helferlein einzuschleusen. Das Internet of Things (IOT) besteht aus diversen internetfähigen Systemen, die zwar über rudimentäre funktionen verfügen, jedoch durchaus in der Lage sind Rechenleistung für Schadsoftware zur Verfügung zu stellen. Leider ohne dass es der Nutzer bemerkt, da eine interaktion wie Beispielsweise am Computer oder Handy nicht stattfindet. Der Kühlschrank kühlt. Solange er das tut merkt der Besitzer kaum, dass parallel DDOS atacken auf irgendwelche Server ausgeführt werden.

Da unsere Autos nicht mehr als Fahrende Computer werden, sind auch sie Teil des IOT und damit eine potentielle Resource für Hacker.

Einen Ottomotor aus den 60er Jahren kann man nicht hacken. Einen aktuellen Mercedes, BMW oder Audi aber ohne Weiteres. Allein das Aufzeichnen der Schlüsselsignale reicht um den Wagen selbst starten und bewegen zu können.
Man stelle sich vor, wie sämtliche PKW durch einen Virus zeitgleich lahmgelegt würden. Menschen kämen nicht mehr vom Fleck. Die Büros blieben leer.
Der Lieferverkehr läge lahm. Die Wirtschaft stünde still.
Bei der IT Sicherheit müssen alle Unternehmen deutlich nachbessern.

 

 

Eine vernetzte Welt ist eine bessere Welt – oder die Hölle auf Erden.

Erst wenn alle Verkehrsteilnehmer alle Radfahrer, Passanten und spielenden Kinder Teil dieser vernetzten Welt wären, wäre eine Kommunikation in Echtzeit zwischen allen Verkehrsteilnehmern gewährleistet.
Erst dann würde mein PKW wissen dass in 5 Kilometern gerade ein Kind auf die Straße gerannt ist oder eine Kreuzung weiter, ein Haus brennt und die Feuerwehr mittels IOT alle PKW umleitet, ohne Stau, ohne Zeitverlust, ohne dass es der “Fahrer” oder besser “Passagier” bemerkt.

Dann könnte eine Welt in der PKWs autonom durch Städte ohne Ampeln und Verkehrszeichen fahren realistisch werden. eine Welt in der Fahrzeuge jede Strecke zurück legen ohne anhalten zu müssen. Man stelle sich eine Kreuzung vor, auf der Autos in allen Richtungen gleichzeit fahren können, weil die Autos selbstständig Abstände und Geschwindigkeiten mit allen anderen Verkehrsteinehmern abgleichen – und das in Echtzeit.

Sicher zum jetzigen Zeitpunkt reine Utopie.
Aber wer weiß was die Zukunft bringt.

 

autonomes Fahren Kreuzung
Bildquelle Wikimedia.org

 

 

 

 

 

Quellen

www.tesla.com. Abgerufen am 11. Januar 2018[Stand: 11. Januar 2018]

Studie „Mobilität 2025: Koexistenz oder Konvergenz von IKT für Automotive?“
http://dialoginstitut.de [Stand: 23. Februar 2018]

Alexi Bexi, „Fahren mit AUTOPILOT: Gruselig und geil!“, youtube.com [Stand: 18. April 2018]

Bildverzeichnis

Titelbild

https://unsplash.com/ [Stand: 20. Februar 2018]

Bild 1

www.tesla.com. Abgerufen am [Stand: 11. Januar 2018]

Bild 2

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kreuzung-alleenring-eschersheimer-ffm001.jpg [Stand: 15. Februar 2018]



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