Geschichte der Entwicklung bis zum Kunden 4.0

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Kunde 4.0- Wie kommen wir zu dieser Bezeichnung und was sind die Haupteigenschaften des Kunden 4.0. In diesem Beitrag werden diese Fragen geklärt und die Geschichte bis zum Kunden 4.0 erzählt.

Inhalte:

  1. Die Entstehung des Kunde 1.0
  2. Der emotionale Kunde 2.0
  3. Der treue Kunde 3.0
  4. Der digitale Kunde 4.0

 

Die Entstehung des Kunde 1.0

Am Anfang der Geschichte des Marketings im frühen 19. Jahrhundert drehte sich alles um die Bedürfnisbefriedigung des Kunden. In dieser Zeit ging die erste Massenproduktion in Serie und der Fokus lag auf das Produkt und dessen Funktionalität. Der Markt war Zentrum des Geschehens und somit der Mittelpunkt der Marketingaktivitäten (auch wenn diese nicht zwingend notwendig waren). Dadurch dass die Nachfrage höher war als das Angebot kam der Kunde von selbst ohne dass der Verkäufer Aktivitäten setzen musste. Der Verkäufer war dadurch klar im Vorteil. Somit gab es keine Probleme den „Kunden 1.0“ zu erreichen. [1]

 

Der emotionale Kunde 2.0

Erst nach dem 2. Weltkrieg mit dem Wiederaufbau entstand eine Massenverfügbarkeit. Ursache dafür waren die Elektrifizierung von Produktionshallen und Fließbänder. Der Kunde 2.0 hatte somit eine Auswahl von verschiedenen Produkten und konnte selbst entscheiden welches er kaufen möchte. Nicht nur die Variation von den Produkten hatte sich vervielfacht, sondern auch die Funktionen. Es wurden immer mehr Produkte hergestellt welche nicht unbedingt nötig waren, jedoch die Arbeit wesentlich einfacher machten. Die Kommunikation zum Kunden nahm ebenfalls an Vielfalt zu. So wurde zum Beispiel neben den klassischen Schriftverkehr auch Telegramme oder Telefonate verwendet.


Der Fokus in den Inhalten der Kommunikation war stehts auf Kundenzufriedenheit und Kundenbindung gerichtet. In den 80er Jahren stand der Emotionale Bestandteil des Produktes im Mittelpunkt des gesamten Marketings. Der Kunde wurde auf Emotionaler Ebene angesprochen und Texte bzw. Bewegbilder wurde so gestaltet das der Kunde sich wieder selbst erkennt. Paradebeispiel hierfür ist die damalige Lenor Werbung:

Unternehmen wie Lenor haben viel Wert daraufgelegt, den Fokus auf den Kunden 2.0 selbst zu legen um ihn für sich zu gewinnen. Dieser Fokus auf den Kunden war auch der Übergang zum Kunden 3.0. [2]

 

Der treue Kunde 3.0

In dieser Phase versuchten die Unternehmen die Kundenbeziehung zu stärken in dem sie die Unternehmenswerte in den Mittelpunkt stellten. Umgesetzt wurde dies indem Unternehmen eine eigene Identität annahmen und eine spezifische Mission verfolgten z.B. den Menschen zu helfen besser einzuschlafen. Auf dieser Mission sollte die Kundenbindung gestärkt und an Kundennähe gewonnen werden. Der klassische Kunde sollte nicht mehr existieren, sondern der Kunde 3.0 sollte in Form eines treuen Anhängers oder Fan gesehen werden. Dieser würde hinter der Marke und dem Unternehmen stehen, auch in schwierigen Zeiten. Vergleichbar mit einem Fußball Clubanhänger, der hinter seiner Mannschaft steht. [3] Angetrieben von der IT und Elektrotechnik entstanden die sogenannten neuen Medien (Dotcom). Der Kunde 3.0 ist erstmal auch digital gut erreichbar und lässt sich gut mit Content Marketing ansprechen. In diesem Zusammenhang wird dies auch Pull-Effekt genannt. Kotler spricht in seinem Buch Marketing 4.0 auch über den Menschen mit „Herz, Geist und Seele“ als Mittelpunkt der Kommunikation.

 

Der digitale Kunde 4.0

Mit dem Kunden 4.0 wird die Zeit des Umbruchs und der Disruption beschrieben. Customer Journey wird voll berücksichtigt und das menschenorientierte Marketing wird von der 3.0 Phase übernommen. In diesem Zusammenhang wird auch oft über die Generation „Millenials“ gesprochen. Doch Ursache für die Veränderung des Marketings sind nicht Millenials, sondern die Technik.[4]

Das Ergebnis ist ein individuelles Marketing für den Kunden 4.0 zu erstellen. Ziel dieser Marketing Aktivität ist es auch die Bedürfnisse eines Kunden aus diversen Datenströmen herauszulesen und dem Kunden anzubieten. Der Kunde 4.0 sollte daher gar nicht suchen müssen, sondern er würde das perfekte Produkt für ihn vorgeschlagen bekommen. Intelligente Produkte wie z.B. Smartphones machen es möglich diese Big Data zu liefern, sodass die Unternehmen ständig im Wissen davon sind was gerade ihre Kunden brauchen bis hin zu wo ihre Kunde gerade sind. Und damit rund um die Uhr Informationen ausgetauscht werden können, ist der Kunde 4.0 sehr gut auf Chatbots anzusprechen. Diese können in den größeren Instant Messaging Apps integriert werden, sodass mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Anfrage sofort beantwortet wird, ganz ohne Wartezeit. [5]

Die größte Einflussquelle des Kunden 4.0 sind nicht Marketingaktivitäten von großen Konzerne, sondern das soziale Umfeld. Man könnte fast sagen, dass der Kunde 4.0 sich vor Manipulationen bewaren möchte und nur seinem sozialen Umfeld vertraut.  Unternehmen greifen diese Chance auf und investieren immer mehr in das Influencer Marketing, um auch ein Teil des sozialen Umfeldes des Kunden 4.0 zu werden. [2]

 

Quellenverzeichnis:

[1] Vgl. Roisch (2017): https://www.stein-agency.com/news/kunde-4-0-am-pos/ [16.04.2018]

[2] Vgl. Koetler, P. (2017): Marketing 4.0. Frankfurt am Main: Campus Verlag

[3] Vgl. Bunzel (2016): https://www.marketingimpott.de/blog/marketing-3-0-die-entwicklung-vom-kunden-zum-fan/ [15.04.2018]

[4]  Vgl. MS Agentur (2017): http://www.ms-agentur.com/de/news/Die%20Entwicklung%20des%20Marketing%20bis%20hin%20zum%20Influencer-Marketing.php  [18.04.2018]

[5] Vgl. Bauman (2017): https://hubertbaumann.com/2017/01/31/industrie40-marketing40/ [17.04.2018]

Ich bin Satyam Kashyap und arbeite im Marketing für ein Telekommunikations Unternehmen mit Hauptsitz in Wien. Die Schritte zum Kunde 4.0. bringen Unternehmen meiner Meinung die Chance individuell auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Deshalb behandle ich unter anderem die Themen Kryptowährung und Chat Bots in unseren Blogbeiträgen.

Related Article

No Related Article

0 Comments

Leave a Comment

FOLLOW US

LINKEDIN

Events

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

UMFRAGE