Der Kunde 4.0 – die Generation Z stellt sich vor

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Bereits jetzt müssen sich Unternehmen mit den Kunden von morgen beschäftigen, denn die Generation Z hat besondere Ansprüche. Wie keine andere Generation entscheidet sie blitzschnell ob etwas „in“ oder „out“ ist. Gekauft wird nur dort, wo man ihre Individualität und Einzigartigkeit versteht.

Inhalte:

  1. Generation X, Y, Z
  2. Unterschiede GenZ vs. Millennials
  3. Marketing Anforderungen
  4. Fazit

Generation X, Y, Z

Während sich die Marketing Strategien der Unternehmen gerade auf die Millennials ausgerichtet hat, steht schon die nächste Generation in den Startlöchern. Laut einer Studie von fastcompany wird die GenZ die größte Generation sein und wird 40% der Kunden im Jahr 2020 ausmachen.[1]

Scholz 2014: Generationen im Überblick[2]

 

Unterschiede GenZ vs. Millennials

Um eine kontinuierliche Marketingstrategie aufzubauen und das Unternehmen für die Zukunft auszurichten, ist es wichtig die genauen Unterschiede zwischen den beiden Generationen zu kennen.

Smarte Technologie

Neueste empirische Studien zeigen, dass sich die Generation Z (Pivotals) deutlich von den Millennials unterscheidet.

Technologie ist selbstverständlich für diese Generation, als Digital Natives kennen sie keine Welt ohne Internet oder Smartphone. Diese Generation hat erstmals den Anspruch, dass Technologie auf sie abgestimmt sein soll und Spaß machen muss. Laut Studie haben sie Zugriff zum Internet über durchschnittlich 5 Bildschirmen, die sie je nach Tagesablauf bedienen und im Auge behalten.

Fromm, Read 2018: Millennials versus Pivotals[3]

Hop oder Drop

Die Millennials haben den Übergang vom Stand PC zu mobilen Geräten vollzogen. Für die Generation Z ist vollkommene Mobilität und eine tagtägliche Multi-Tasking Fähigkeit eine selbstverständliche Eigenschaft. Sie hat die Fähigkeit Inhalte innerhalb eines 8 Sekunden Fensters zu beurteilen. Die kurze Aufmerksamkeitsspanne wurde oftmals negativ kritisiert. Für die Generation der Zukunft ist es eine wichtige Grundvoraussetzung, aus der Flut von Informationen schnell filtern zu können.

 

Statisticbrain.com 2016: Attention Span Statistics[4]

Kommunikation für ein mobiles Leben

Social Media ist ein fester Bestandteil täglicher Kommunikation. Anders als bei den Millennials, welche tendenziell gerne Inhalte an eine breite Öffentlichkeit teilen, bevorzugt die GenZ privatere Kommunikationskanäle. GenZ hat von den Fehlern der Millennials gelernt. Sie teilen persönliche Inhalte gezielt an eine eingegrenzte Interessensgruppe.

Fromm, Read 2018, Social Media Use by Generation [3]

Online Reputation als Teil der realen Persönlichkeit

Die Generation Z besitzt einen digitalen Fußabdruck von Geburt an. Wie keine andere Generation hat sie eine digitale Identität, die gemessen wird über das Speichern von Daten, Qualität der Beiträge, Verlinkungen zu Freunden und anderen Kontakten. Während die Millennials deutlich zwischen der realen Welt und dem Internet unterscheiden, gibt es diese Grenzen nicht mehr für die GenZ.

 

Marketing Anforderungen

Wie soll das Marketing für diese neue Generation aussehen? Soviel steht fest, allgemeine Informationen und klassisches Branding prallen bei dieser Generation ab. Keiner will sich in kurzer Zeit durch lange Texte durchscrollen. Und warum sollte die Generation Z das auch tun? Schließlich weiß sie, dass sie aus einem Überangebot auswählen kann.

Man bekommt nur ihre Aufmerksamkeit wenn man mit ihnen kommuniziert und ihnen Inhalte bietet, die für sie bedeutend sind. Diese Inhalte müssen mit Videos und Bildern schnell übermittelt werden. Reine Textmessages sind veraltet. Die GenZ kommuniziert mobil, visuell und schnell – zur Kommunikation werden Emojis und Gifs verwendet.

Zusätzlich muss das Marketing darauf abgestimmt sein, dass die Inhalte auf kleinen Bildschirmen gelesen werden können. Die Generation Z ist nicht „mobile first“, sie ist „mobile only“.

Wahre Werte

„Das Buzzwort für die Generation Z ist „Authentizität“. Laut Handley finden es ein Großteil der Jungendlichen cool, wenn man zu seinen Werten und Einstellungen offensteht. Sie durchschauen gepimpte Instagram Fotos und aufgemotzte Geschichtenals das was sie sind.[5]

 

Baritone 2016: The Truth Behind Instagram Photos[6]

Sie wollen auch nicht, dass sich Unternehmen mit falschen Werten und Kampagnen schmücken, nur um sie anzusprechen.

Individualisierung

Für die GenZ ist Konsum keine Einwegkommunikation von Unternehmen zum Kunden. Sie erwartet sowohl eine Transparenz in Bezug auf Produktinformationen und Herstellungsprozesse als auch eine Individualisierung der Produkte. Produkte sollen Ausdruck des persönlichen Lifestyles sein und nach individuellen Bedürfnissen modifiziert werden.

 

Fazit

Es zahlt sich aus, sich intensiv mit der Generation Z zu beschäftigen, denn sie wird schon in wenigen Jahren einen Großteil der Kaufkraft ausmachen. Wie keine andere Generation benutzt sie mobile Technologien selbstverständlich in ihrem täglichen Leben. Dabei erwarten sie eine intuitive Bedienung und höchste Geschwindigkeiten, denn die Flut an Informationen, mit denen sie von Geburt an konfrontiert sind, ist groß. Unternehmen, die ihre InStore und Online Strategien an die Bedürfnisse dieser Zielgruppe anpassen, können schon jetzt eine enge Bindung zur GenZ aufbauen. Was beeinflußt die Generation Z bei ihren Kaufentscheidungen? Hier erfährst du mehr!

 

Quellenverzeichnis:

vgl. Fastcompany.com (2015):https://www.fastcompany.com/3045317/what-is-generation-z-and-what-does-it-want [26.4.2017]

 

vgl. Scholz Christian (2014: Generation Z – Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt, Weinheim: Wiley Verlag

 

Fromm Jeff, Read Angie (2018): Marketing to Gen Z, Nashville: Amacom

 

Statisticbrain.com (2016): https://www.statisticbrain.com/attention-span-statistics/ [25.4.2018]

 

vgl. Handley Lucy (2018): https://www.cnbc.com/2018/04/09/generation-z-what-they-want-from-brands-and-businesses.html [27.4.2018]

 

Baritone Chompoo (2016): https://www.boredpanda.com/truth-behind-instagram-photos-cropping-chompoo-baritone/ [27.4.2018]

Online Marketing begeistert mich seit vielen Jahren. Multimedia Websites erzählen Geschichten und spielen mit Emotionen, wobei immer der User im Mittelpunkt steht. Zielgruppen lassen sich nicht mehr demographisch einteilen, sondern der User will als das gesehen werden was er ist – als Individuum, einzigartig und besonders.

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