Usability leicht gemacht – 5 Grundprinzipien bei der Erstellung einer Homepage oder eines Blogs!

Hallo Allerseits!

Wenn Ihr eine eigene Homepage oder einen Blog erstellen oder Eure bestehende Internetpräsenz aktualisieren möchtet, habt Ihr bestimmt schon einmal davon gehört, auf die Usability, also auf die Benutzerfreundlichkeit zu achten. Aber was heißt das eigentlich genau und wen kann man zu diesem Thema befragen?

Ich habe diesbezüglich ein sehr interessantes Buch von Steve Krug gelesen, in dem er sehr praxisnah, kurzweilig und auf amüsante Arte und Weise über seine Erfahrungen und grundlegende Prinzipien schreibt. Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein absolutes „muss“, wenn es um Usability geht.

Hier also seine 5 Prinzipien aus dem Buch „DON`T MAKE ME THINK“:

Erstes Prinzip: Don`t make me think!
Ja, ihr habt richtig gelesen! Sein erstes Prinzip ist gleichzeitig der Titel seines Buches.
Es geht darum, dass die Homepage so einfach wie möglich aufgebaut werden soll, ohne verwirrende Inhalte die den User zum Nachdenken bringen. Ein komplizierter und umfangreicher Text, ein verwirrendes Bild oder eine unlogische Menüführung stehen dabei im Vordergrund. Sobald der Benutzer anfängt sich zu viele Fragen zu stellen, besteht die Gefahr, dass er nicht mehr zu jenen Themen oder Produkten kommt, zu denen Ihr ihn aber hinleiten möchtet. Weniger ist also wirklich mehr! Sein Beispiel dazu handelt von einer Person, die einen Job sucht. Komme ich auf die Homepage und sehe einen Button mit „Jobs“, dann ist es sehr einleuchtend und offensichtlich für mich, wo ich hinklicken muss. Steht aber „Job-o-Rama“ auf dem Button, muss der User schon wieder nachdenken, ob er wirklich zur Jobsuche kommt, wenn er auf dieses Feld klickt. Er könnte also im schlechtesten Fall denken, dass dahinter auch andere Themen stecken und einfach weitersuchen. Und je länger er sucht, desto eher gibt er vielleicht genervt auf, weil er nicht das bekommt, wonach er sucht.

Zweites Prinzip: Wie wir das Web wirklich nutzen!
Im zweiten Prinzip geht es um das Thema, wie Menschen im Internet und auf Homepages Informationen abrufen und wie die meisten Homepages in der Realität gestaltet sind. Die meisten User schauen sich die Seiten einer Homepage nur flüchtig an und lesen nur jene Informationen oder klicken nur bestimmte Buttons, die sie wirklich interessieren. Finden sie diese Informationen nicht schnell genug, verlassen sie die Homepage oder den Blog wieder. Möchte ich als Benutzer einen Flug buchen, dann sollten diese Informationen sofort ersichtlich sein. Alles was mit dem buchen des Fluges, dem einlösen von Flugmeilen und dem bezahlen zu tun haben, sollten sofort für den User anzuklicken sein. Auch bestimmte Reizwörter wie „Angebot“ oder „Kostenlos“ oder „Bewertung“, wecken das Interesse.

Drittes Prinzip: Konventionen sind Eure Freunde
Bei einer Konvention geht es um bestimmte Formen, Wörter, Farben und Positionierungen, die ganz klare visuelle Hilfestellungen bieten und für eindeutig definierte Bereiche stehen. Sie lassen keine Zweifel darüber, was und wo etwas anzuklicken ist. Der Teilnehmer kann somit seinem Wunsch aus dem Prinzip 2 ausleben und Eure Inhalte leicht überfliegen und gleichzeitig hat der das Gefühl, sich auf einer „gewohnten Umgebung“ zu bewegen. Stellt Euch vor, Euer Gaspedal im Auto wäre plötzlich nicht mehr rechts, sondern links. Die meisten von Euch wären verwirrt und verunsichert. Genau so geht es einem User, wenn er auf eine Homepage kommt, die völlig anders aussieht, als er es seit zwanzig Jahren gewöhnt ist. Krug schreibt dazu, dass man beispielsweise das Firmenlogo oben links erwartet und die Navigation oben quer verlaufend oder auf der linken Seite erwartet. Auch Bezeichnungen wie „Einkaufswagen“ haben sich mittlerweile in unserem Unterbewusstsein verankert.

Viertes Prinzip: Warum User eine „Gedankenlose Auswahl“ schätzen.
Bei diesem Prinzip geht es darum, dass es Usern nicht viel ausmacht öfter auf einer Homepage weiter zu klicken, jedoch sollten sie die Sicherheit empfinden, auf dem richtigen Weg zu sein und dort hin zu kommen, wo sie hin möchten. Leider sind viele Auswahlmöglichkeiten nicht so eindeutig. Soll ich auf einer Homepage für Drucker beispielsweise zuerst auf den Button „Home“ oder „Office“ drücken um weiterzukommen? Warum steht nicht einfach „Drucker“ dort. Die erste Auswahl ist völlig überflüssig und verwirrend, womit wir wieder beim ersten Prinzip „Don`t make me think“ sind. Das gilt es ja gerade zu vermeiden, dass der Benutzer zum Nachdenken gebracht wird. Ganz im Gegenteil, er soll sich völlig gedankenlos durch die Menüführung klicken!

Fünftes Prinzip: Lassen Sie nutzlose Wörter weg!
Es geht kurz und knapp darum, völlig ausufernde und nutzlose Formulierungen, Sätze und Wörter zu vermeiden. Wir haben ja schon gehört, dass User die Seiten sowieso nur überfliegen und daher vieles niemals gelesen wird. Der Vorteil ist, dass die wirklich nützlichen und wichtigen Informationen viel stärker herausstechen und auch schneller angeklickt werden. Die Seiten werden kürzer und der User hat vieles auf einer Seite ohne Scrollen auf einen Blick. Überlegt Euch also immer, was Eure Kernbotschaften sind auf auf was Ihr locker verzichten könnt.

So, das war`s schon!

Ich hoffe, dieser Blog hat Euch gefallen

Beste Grüße
Daniel Schröder

Quellen:
Krug Steve, Don`t make me think, 3. Auflage, mitp-Verlag, Frechen 2014

Hier könnt Ihr das Buch kaufen:
www.amazon.de

Bild: www.amazon.de

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