Alles was sie über Alexa Skills wissen müssen

 In Im Marketing

 

Immer mehr Nutzer, verwenden Amazons Sprachassistenten Alexa. Laut eigenen Angaben hat Amazon bereits 100 Millionen Alexa-Geräte verkauft (Pakalski 2019). Mit den Skills bieten sich eine gänzlich neue Möglichkeit, Kunden anzusprechen.

Was sind Skills?

Skills sind Erweiterungen, mit denen Anwender ihre Geräte um weitere Funktionen und Anwendungen erweitern können. Laut der Website Voicebot gibt es beispielsweise bereits schon über 50.000 Alexa Skills (Kinsella 2018).

Marketingmöglichkeiten für Unternehmen

Das allerwichtigste ist es einen Skill zu entwickeln, der dem User einen Mehrwert bietet. Wird dies getan, kann eine hohe Reichweite erzielt werden. So ist beispielsweise bereits 2017 der Skill „Fernsehprogramm“ in nicht einmal zweieinhalb Monaten seit Bestehen von knapp 29.000 „Unique Customern“ aktiviert worden (Eisenbrand 2017).

Neben den Reichweiten die erzielt werden können, ist es für Unternehmen natürlich interessant, ob auch Gewinne damit erwirtschaftet werden. Hierbei gibt es allerdings noch wenig Möglichkeiten, Skills zu monetarisieren. Es ist derzeit nämlich noch nicht möglich, Skills zu verkaufen (Pakalski 2017). Ob sich an dieser Entscheidung etwas ändert, ist noch ungewiss. Für Entwickler von Skills wäre es auf jeden Fall ein sehr großer Anreiz, den aber auch andere Voice Anbieter wie Siri oder Google Assistant anbieten, und somit Entwickler weglocken könnten.

Eine Sache ist aber möglich und auf jeden Fall lukrativ: per Sprachanwendung Transaktionen abwickeln oder zumindest anbahnen. Sofern eine Einwilligung seitens des Users vorliegt, können Skill-Entwickler Ortsdaten von Usern abfragen (Eisenbrand 2017) und dann beispielsweise per MyTaxi Skill ein Taxi rufen oder bei Domino´s Pizza Essen bestellen. Aber auch andere Unternehmen haben bereits sinnvolle Erweiterungen für ihr Produkt entwickelt:

  • Um die Fernsehserie 24: Legacy zu promoten, programmierte US-Sender FOX einen dazu passenden Skill.
  • Spielwarenhersteller Lego bietet einen interaktiven Skill an, welcher Geschichten mit den Lego-Steinen kombiniert.
  • Die Markenmode Alberto bietet einen Skill für Hosenberatung an.

Was sich sonst noch für Möglichkeiten im Voice Search Marketing anbieten, erfahrt ihr hier.

Tipps für den eigenen Skill

Auch hier nochmal der Hinweis, erstellt nur Skills die einen Mehrwert bieten!

Es sollte ein Skill Name verwendet werden, der zur Funktion passt und sich leicht merken lässt, damit sich die User an ihn erinnern und ihn jederzeit aktivieren können. Um Probleme der Spracherkennung aus dem Weg zu gehen, sollte der Skill Name optimalerweise kurz und bündig sowie leicht auszusprechen sein (Mlink 2018).

In der Übersicht des Skill Stores ist neben dem Namen und den Bewertungen auch ein Icon des Skills zu sehen. Mit einem Eyecatcher als Icon zieht man die Blicke sicher auf sich. Daneben ist auch eine Beschreibung des Skills sehr wichtig. Mit der Beschreibung soll nämlich der User überzeugt werden, den Skill zu installieren. Der Mehrwert der App muss deutlich erkennbar sein.

Zu guter Letzt sollte der Skill in die große Welt verbreitet werden. Um die Reichweite des Skills zu erhöhen, kann dieser über Kanäle wie Social Media, E-Mail oder Messenger geteilt werden. Wird auf der firmeneigenen Website noch eine SEO optimierte Landingpage extra für den Skill erstellt, kann auch so Traffic generiert werden.

Sollte organisch zu wenig Reichweite erzielt werden können, so kann über Paid Media nachgedacht werden. So könnte zum Beispiel eine Facebook Kampagne gestartet werden, die nur Personen aus dem deutschsprachigen Raum ausgeliefert wird, die sich für Sprachsteuerung und persönliche digitale Assistenten interessieren oder bereits einen besitzen.

Alexa Blueprints

Nachdem die Funktion nur in den englischsprachigen Ländern USA und Großbritannien zur Verfügung stand, können nun auch Amazon Deutschland Nutzer innerhalb weniger Minuten ihren eigenen personalisierten Skill erstellen und somit Alexa individuell erweitern. Mit Alexa Skill Blueprints ist es nun nämlich möglich, Skills auch ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Alles, was sie dafür nämlich benötigen, ist ein Amazon Account.

Den Usern stehen elf verschiedene Vorlagen aus den zwei Kategorien „Spaß“ und „Zuhause“ zur Verfügung. Jede Vorlage besitzt dabei schon vorgefertigte Inhalte, die nach eigenen Wünschen angepasst beziehungsweise ausgetauscht werden können. Da das amerikanische Pendant bereits 40 Vorlagen umfasst, ist davon auszugehen, dass Amazon sein Angebot aber auch hier ausweiten wird (Floemer 2018).

Neben Skills für den privaten Gebrauch wie „Alexa, wann hat meine Schwiegermutter Geburtstag?“), kann Alexa Blueprints auch, zumindest sehr begrenzt, für unternehmerische Zwecke verwendet werden. Beispielsweise kann mit der „Hausgast“ Vorlage ein Airbnb Vermieter einen Skill mit Hilfestellungen für den Mieter anbieten („Alexa, wie lautet das WLAN-Passwort?“) oder mit der „Frage & Antwort“ Vorlage können Produkte erklärt werden, wenn gerade keine Servicekraft zur Verfügung steht.

Die Blueprints können auf privat gestellt, aber auch öffentlich über einen direkten Link auf Social Media Kanälen, per E-Mail oder Messengern geteilt werden. So kann jeder Nutzer für sich selbst entscheiden, ob die Erweiterung mehr Reichweite erhalten soll. Die Blueprints werden allerdings nicht in der Übersicht der Amazon-Skills veröffentlicht (Floemer 2018).

Wie ein Alexa Blueprint funktionieren kann, zeigt das folgende YouTube Video:

Fazit

Alexa Skills stecken noch in den Kinderschuhen, bieten aber schon jetzt interessante Anwendungsmöglichkeiten.

Quellenverzeichnis

Pakalski I. (2019): „100 Millionen verkaufte Alexa-Geräte und viele Fragen“
URL: https://www.golem.de/news/amazon-100-millionen-verkaufte-alexa-geraete-und-viele-fragen-1901-138518.html [Stand: 26.01.2019]

Kinsella B. (2018): „76 Percent of New Alexa Skills Arrive in U.S., Germany Passes 5,000 Skills, Japan Over 1,000“
URL: https://voicebot.ai/2018/09/05/76-percent-of-new-alexa-skills-arrive-in-u-s-germany-passes-5000-skills-japan-over-1000/ [Stand 26.01.2019]

Eisenbrand R. (2017): „Marketing mit Amazon Alexa: Das sind die ersten Reichweitenzahlen“
URL: https://omr.com/de/amazon-alexa-skill-marketing/ [Stand: 26.01.2019]

Pakalski I. (2017): „Vorerst doch keine Werbung in Alexa-Skills“
URL: https://www.golem.de/news/voice-labs-vorerst-doch-keine-werbung-in-alexa-skills-1706-128410.html [Stand: 25.01.2019]

Floemer A. (2018): „Alexa Skill Blueprints: Bastelt euch eure eigenen Skills – ohne Programmierkenntnisse“
URL: https://t3n.de/news/alexa-skill-blueprints-deutschland-1132650/ [Stand: 25.01.2019]

Mlink F. (2018): „Marketing für Alexa: Wie vermarkte ich meinen Skill richtig?“
URL: https://medium.com/brickmakers/marketing-f%C3%BCr-alexa-wie-vermarkte-ich-meinen-skill-richtig-87778fde8ed [Stand: 25.01.2019]

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